Das
Schlimme ist, das vielen Ungarn eine Kastration zu teuer ist, zum Teil
bei einem durchschnittlich sehr viel niedrigen Lebensstandard als bei
uns nachvollziehbar. So kommen immer mehr Tiere auf die Welt, die nur
geboren werden um zu leiden und das vorherrschende Problem noch
verschärfen.
Aber
es gibt auch gute Nachrichten: Der Tierschutz in Ungarn befindet sich
im Aufbau, ungarischen Tierheime werden von Privatpersonen oder lokalen
Vereinen geleitet, die von Spendengeldern leben. Immer mehr
ausländische Organisationen leben vor, leisten Hilfe und
unterstützen Tierschutz vor Ort. Es gibt bereits ca. 70-80
solcher
ungarischen Organisationen (siehe http://www.ungarn-tierschutz.de/Hilfe/liste.html).
Die
Hauptgeldquellen sind ein Programm, das es erlaubt, dass 1% der
Einkommenssteuer an eine wohltätige Organisation, also auch
Tierschutzorganisation gespendet werden. Sehr wichtig sind ebenso die
ausländischen Spenden. Das übervolle Tierheim Paks
mit 560
Hunden und 60 Katzen kann von den inländischen Spendengeldern
nicht leben (Kostendeckung höchstens 5-10%).
In
Ungarn darf jeder ein Tierheim eröffnen - ohne Lizenz.
Lizensierte, städtische Tierheime gibt es nur ca. 5 oder 6 in
ganz
Ungarn, darunter sind Pécs, Szekszárd,
Székesfehérvár und Gyõr.
Tierheime, die von
Tierschutzvereinen oder Privatpersonen betrieben werden, gibt es ca.
50-60. Teilweise arbeiten diese mit offiziellen Behörden
zusammen,
teilweise nicht.
Tötungsstationen
gehören i.d.R. den Gemeinden bzw. Städten. In der
Regel sind
die Zustände dort erschreckend. Getötet wird mit T61
(ohne
Narkosemittel), was zu Atemlähmung und schrecklichen
Krämpfen
bis zum Tod führt, teilweise wird erschossen oder erschlagen.
In
der größtem Tötung Ungarns in Budapest (dem
Illatos)
werden jährlich ca. 3000 Tiere getötet. Diese riesige
Auffangstation hat eine eigene Internetseite, die für die
Ungarn
gedacht ist, aber auf die auch international alle anderen Zugriff
haben. Ziel ist es möglichst viele Hunde zu vermitteln - aber
immer bevorzugt an Ungarn und nach vielen Vorkommnissen mit
ausländischen Tierschützern/Vereinen nur noch unter
schwierigen Umständen an Ausländer.
Einige
Tötungsstationen werden von Firmen geleitet. Diese werden sehr
gut
von den einzelnen Gemeinden bezahlt für diese
„Aufräumarbeit“. Meist bleibt den Hunden
dort keine 14
Tage Frist vor der Tötung.
Die größten
Hindernisse für den Tierschutz in Ungarn
Es gibt nicht genügend Tierheime
und nicht genug Geld.
Das
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt und die
Tierärzte
setzen sich nicht mit dem Thema Tierschutz auseinander.
Es
gibt keine staatliche oder städtische Unterstützung
für
den Tierschutz, auch nicht ideel und die
Tierschutzorganisationen
haben oftmals nicht die Mittel, um ein Tierheim zu betreiben.
Die Tötung der Tiere ist die
schnellste und billigste Variante.