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Haustierregistrierung:
Bitte melden Sie Ihr Haustier
nach Ankunft in beiden
Registrierungs-zentralen mit der Chipnummer an:
Tasso (+49 6190/93 73 00)
Deutsches Haustierregister
(Deutscher Tierschutzbund)
(Tel.: 01805/231414)
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Es gibt eigentlich für den ersten
Tag 3 Grundregeln: Vertrauen aufbauen, sich und das Zuhause gegenseitig
kennen- und akzeptieren lernen und Ruhe bewahren, egal wie aufgeregt
man ist oder angestrengt.
Gehen sie so oft wie möglich mit dem ganzen Rudel (Mensch wie
Tier) gemeinsam rein und raus – so steigern Sie die
Rudelzugehörigkeit und das
‚Nachhausekommengefühl’ entsteht. Zeigen
Sie dem Hund, dass er dazugehört und dass sie sich freuen mit
ihm zusammen zu sein. Mindestens alle 2 Stunden sollten Sie raus, damit
das Fellgesicht lernt, dass es regelmäßig rauskommt.
Laufen Sie von Anfang an so durch die Wohnung wie Sie es
später tun werden – nur bei ängstlichen
Hunden sollte man ein Schonprogramm erarbeiten. Geben Sie dem Hund eine
Chance im Rahmen Ihrer Vorgaben (Wenn sie es nicht möchten,
dass er auf das Sofa darf, dann nicht direkt runterscheuchen, sondern
ein Erwachsener sollte ihn vom Sofa verdrängen = zeigen, dass
es nicht geht, Knurren darf dann z.B. aber auch mit heftigen Runter
quittiert werden).
Mit Rufen, heftigen Aktion erschrecken Sie in den ersten Tagen den Hund
unnötig und er verknüpft mit der Person, dem Zuhause,
der Handlung evtl. nichts Gutes. Also wäre es sinnvoll, zwar
nicht künstliche Ruhe zu halten, aber sich dennoch etwas
zurückzunehmen.
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Sofern das Tier
bereits in Deutschland in einer unserer Pflegefamilien lebt, wird man
mit Ihnen einen Besuchstermin abstimmen, an dem Sie Ihr Tier
kennenlernen können. Falls die Entfernung für Sie zur
Pflegestelle nicht zu groß ist, steht auch mehrmaligen
Besuchen nichts im Wege.
Mitnehmen dürfen Sie Ihr Fellgesicht erst, nachdem wir den
üblichen Vorbesuch bei Ihnen gemacht haben und einen
Schutzvertrag geschlossen haben. Falls Sie eine weite Anfahrt haben,
erledigen wir die Formalitäten auch gerne völlig
unverbindlich im Voraus, damit Sie frei entscheiden können, ob
der neue Hausgenosse sofort mitreisen darf oder nicht.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir die Tiere im Normalfall
nicht bringen können, da wir alle einen Beruf, eigene Tiere
und viele, viele Vermittlungstiere haben, um die wir uns
kümmern müssen. Wenn wir bei einem logistischen
Problem helfen können, machen wir das jedoch gerne.
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Ihr Hund
braucht nach der Ankunft vor allem Ruhe, Geduld, Zuwendungen und nicht
zu vergessen Zeit. Es ist nur zu verständlich, dass man seine
Freude über das neue Familienmitglied mit anderen teilen
möchte. Aber stellen Sie sich vor, Sie kämen als
Fremder in eine Familie und würden mit immer neuen Gesichtern,
Stimmen und auch Stimmungen konfrontiert. Das würde Sie auch
verunsichern. Gönnen Sie Ihrem neuen Familienmitglied eine
ruhige Eingewöhnungsphase. Diese kann unterschiedlich dauern,
mal 1 Woche mal 6 Wochen – seien Sie auf beides gefasst und
bereiten Sie sich entsprechend vor. Ihr Hund durfte früher
vielleicht nicht in ein Haus und wurde dafür bestraft, er
kennt die Wärme nicht, die Gerüche und
Geräusche nicht und schon gar nicht die deutsche Sprache.
Alles ist fremd. Deshalb kann es bedrohlich sein und deshalb ist es
wichtig, den Hund mindestens in der ersten Woche auf keinen Fall
alleine zu lassen und je nach Charakter und Vertrauensentwicklung dann
erst mit dem Training, mal alleine zu sein, zu beginnen. Stellen Sie
sich darauf ein, dass den Hund in der Eingewöhnungsphase oft 4
Wochen nicht alleine lassen können, manches Mal mehr.
Es ist auch verständlich, wenn Kinder das neue Familiemitglied
knuddeln und umarmen wollen. Ein hübsches Tiergesicht
lädt ja auch förmlich dazu ein. Dies ist aber im
Normalfall eine bedrohliche Geste für den Hund, weil seine
Individualdistanz unterschritten wird. Streicheln Sie den Hund zu
Beginn erst mit der Außenseite der Hand seitlich am Kopf,
nicht direkt mit der Handinnenfläche. Auch dies wird von den
Hunden als angenehmer empfunden als die warme Handinnenfläche.
Haben Sie einen so genannten „Kampfschmuser“
erwischt, werden Sie das eh zügig erkennen.
Über den Charakter sowie das Alter Ihres Hundes versuchen wir
Sie so genau wie möglich zu informieren. Das Alter wird in
Ungarn von einem Tierarzt geschätzt, ganz genau wird man es
nie feststellen können. Darüber hinaus ist der Hund
bisher nur an den Zwinger gewöhnt und viele andere Hunde.
Gehen Sie davon aus: Neue Umgebung kann auch neues Verhalten bewirken!
So ein Hund kann dennoch eine kleine
Überraschungstüte werden: Eifersüchtig gegen
andere Hunde, weil er jetzt ein sooooo schönes Zuhause hat
oder stundenlang den tollen, sich stetig füllenden Futternapf
gegen alles und jedes verteidigen. Hier gilt: Ruhe bewahren und
komisches Verhalten nicht bestärken. Bitte rufen Sie uns an,
wenn ein Zweifel besteht – wir werden gerne mit Rat und Tat
zu Seite stehen.
Sollten noch andere Haustiere Ihre Familie vervollständigen,
gehen Sie bitte sehr behutsam vor. Optimal wäre
natürlich, wenn Sie gleich einen Hundetrainer an Ihrer Seite
hätten. Vor lauter Freude über den Familiezuwachs
vergisst man schon mal ein paar Kleinigkeiten. Für den Hund
ist jetzt alles neu: Die Menschen, die Sprache, die Umgebung. Sie
können nicht erwarten, dass Sie einen perfekt erzogen Hund
übergeben bekommen. Hier ist viel Arbeit und Geduld angesagt.
Worte wie Platz, Sitz, Bleib oder auch Pfötchen sind
für den Hund erst einmal völlig ohne Bedeutung. Diese
Bedeutung müssen Sie ihm beibringen. Über positive
Bestärkung klappt das sicherlich am schnellsten. Wenden Sie
sich an eine so arbeitende Hundeschule. Der Hund kann nur so gut sein,
wie wir Menschen ihm die Anleitung dazu geben. Üben Sie zu
Beginn in Einzelstunden, bevor Sie mit Gruppentraining starten. Fangen
Sie nicht gleich in der ersten Woche mit Befehlen an – Ihr
Hund kennt ja nicht mal die deutsche Sprache bisher!
Zu Beginn empfehlen sich häufigere, nicht ganz so ausgedehnte
Spaziergänge. Meist sind die Hunde noch schlecht bemuskelt.
Das entwickelt sich aber mit der Zeit. Und wir wissen wohl alle aus
eigenen Erfahrungen, dass ein Muskelkater ziemlich schmerzhaft sein
kann.
Die Hunde sind in der Regel nicht stubenrein, sie lebten im Ausland bis
auf Ausnahmefälle in Zwingern und wissen nicht wie es ist, in
einem eigenen Haus zu leben und regelmäßig nach
draußen gehen zu können. Sie lernen es jedoch sehr
schnell (Welpen natürlich langsamer)! Bitte haben Sie Geduld
und tragen Sie diesen Hunden nichts nach, sie können nichts
dafür weil sie nie erzogen worden sind! Bitte bestrafen Sie
Ihren Hund nicht oder rufen hysterisch aus, wenn er ein
Häufchen macht oder das Beinchen hebt und ziehen Sie den Hund
nicht weg. Das Tier wird das als Angriff betrachten und nicht verstehen
– Sie machen damit jede bisher aufgebaute Vertrauensbasis
kaputt. Deshalb ist es wichtig, dem Hund die Chance zu geben zu
erkennen, was Sie wollen, indem Sie ihn/sie
überschwänglich bei jedem Geschäft vor der
Türe loben und mit einem Leckerli bestätigen. Sie
werden ebenso wie der Hund ein viel besseres Gefühl dabei
haben.
Gönnen Sie dem Neuankömmling ein ruhiges,
ungestörtes Plätzchen zum Schlafen, gerade wenn noch
andere Tiere im Haushalt wohnen. Mancher Hund mag es, in einem
abgedunkelten Raum zu schlafen, andere bevorzugen die Nähe der
Menschen und wollen gerne im Schlafzimmer mit schlafen dürfen.
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2011
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