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Wenn
ein Hund entlaufen ist, sollte man zu allererst versuchen, die Ruhe zu
behalten und systematisch die nun notwendigen Dinge erledigen. Am Ort
des Verschwindens sollte eine Person, die dem Hund bekannt ist,
mindestens bis zum Einbruch der Dämmerung warten.
Häufig kehren Hunde wieder zum Ort zurück, von dem
aus er entlaufen ist. Muss man sich vom Verschwindeort entfernen, so
sollte man eine Jacke/Decke vor Ort belassen
Dort sollte man alle Personen, die man während des Wartens
trifft, ansprechen und bitten, den Hund bei Auffinden bei der Polizei
abzugeben.
Parallel dazu sollte eine Suchkampagne gestartet werden, so dass bei
Auffindens oder Sichtung des Hundes die Personen über das
Verschwinden informiert sind
und den Hundebesitzer schnell benachrichtigen können.
Zu verständigen sind:
Polizeidienststelle
(Beim nächstliegenden Polizeirevier unverzüglich
schriftliche Fundanzeige machen (§ 965 BGB) Anzeigepflicht des
Finders
Bei Verlust eines Tieres umliegende Polizeireviere anrufen und bitten,
dass der Verlust aufgenommen wird (bei jedem Schichtwechsel morgens und
abends anrufen und vergewissern, dass die Verlustmeldung auch an die
nächste Schicht weitergegeben wurde!) ABER: Bei entlaufenen
Hunden im Osten ist evtl. nicht die Polizei, sondern das Ordnungsamt
zuständig
Jagdaufsichtsbehörde,
ggf. Jagdpächter (besonders
bei im Wald oder in der Nähe des Waldes entlaufene Hunde)
Tierfang des Landeseinwohneramtes
(soweit vorhanden)
Haustierregister (Tasso (+49 6190/93 73 00) , Deutsches Haustierregister
(Deutscher Tierschutzbund)(Tel.: 01805/231414)
Tiersuchdienste
Es besteht die Möglichkeit, den entlaufenen Hund mit einem
sogenannten pettrailer (Tiersuchhund) aufzuspüren. Dieser
benötigt dafür einen Geruchsgegenstand des zu
suchenden Hundes. Verpacken Sie daher direkt nach Verschwinden des
Hundes mehrere geeignete Geruchsartikel in Gefrierbeutel. Denken Sie
bei der Auswahl des Geruchsartikels daran, dass Personen/ Tiere, die
ebenfalls am Geruchsartikel waren, zum Zeitpunkt des Suchhundeeinsatzes
anwesend sein müssen, damit der Suchhund weiß,
welchen der Gerüche er verfolgen soll.
Tierschutzvereine und Tierheime
in der Nähe informieren
Tierärzte der Umgebung (evtl.
ist das Tier verletzt und in der Regel helfen Tierärzte mit)
Ordnungsamt
( im Osten und bei besonderen Hunderassen)
Straßenmeisterei
(Sollte ein Tier tot aufgefunden worden sein, könnten
darüber evtl. Auskunft geben)
Müllabfuhr / Entsorgung
/ Klärwerke ( kein
schöner Gedanke - aber zur Sicherheit eine
Möglichkeit)
Am besten ist es, wenn man bei diesen Institutionen direkt ein
provisorisches Plakat (Foto, Kontaktdaten)
hinterläßt. Der Text sollte enthalten: Name,
Aussehen, Grösse des Hundes, trug er ein Halsband ? Ein
Geschirr ? Ist er tätowiert oder gechipt ? welche besonderen
Merkmale (äusserlich und charakterlich) zeichnen ihn aus ? Wo
ist er entlaufen (Stadt, Strasse), wann ist er entlaufen (Tag und
Uhrzeit). Telefonnummer (privat, Büro, Mobil) sowie eMail
Adresse vermerken.Hiernach oder parallel dazu sollten Suchplakate
erstellt und verteilt werden (s. u.)
Personen, die im Gebiet viel unterwegs sind und in der Umgebung des
Verschwindeortes wohnen/arbeiten, können oft hilfreich sein.
Daher bitte auch verständigen:
Postboten / Briefträger
/ Zeitungsboten
Busfahrer / Taxifahrer
Gassigänger
Jogger
Nachbarn / Anwohner
Nutzen Sie
die Medien, um auf das Verschwinden Ihres Tieres aufmerksam zu machen:
Lokalradio
Anzeige in der Tages- /
Wochenzeitung schalten
Internet (s. u.)
Aushängeorte
für Suchplakate
Plakate
sollten überall dort aufgehängt werden, wo
möglichst viele Leute sie sehen und lesen. Fertigen Sie das
Plakat so, dass die Rufnummern mehrfach abgerissen werden
können (nicht jeder trägt etwas zum Schreiben
dabei!). Erfahrungsgemäß ist es besser, eine
Belohnung anzugeben. Es gibt "Finder", die auf solche Belohnungs-
anzeigen warten !!!
Hier bieten sich besonders Stellen an, wo Personen warten
müssen. Tierbesitzer helfen oft gerne bei der Suche mit oder
halten "die Augen offen". Kinder sind auch meist sehr engagiert, wenn
es darum geht, entlaufene Tiere zu finden:
Bushaltestellen
Bahnhöfe
Taxistand
Supermärkte /
Geschäfte / Bäckerei / Kiosk
Tierarztpraxen der Umgebung
Schulen/Kindergärten /
Jugendtreffs / Spielplätze
Sportplätze /
Sporthallen / Schwimmbad
Reiterhöfe
Zooläden
Hundewiesen /
Freilaufflächen / Hauptgassistrecken
Tankstellen
entlang von Wanderstrecken
Wanderparkplätze /
Raststätten
Es ist wenig
sinnvoll, die Plakate zu dicht zu hängen. Es reicht, wenn
möglichst viele Menschen EIN Plakat wahrgenommen haben. Daher
ist es wichtig, dass stark frequentierte Plätze plakatiert
werden. Der Umkreis, in dem sich der entlaufene Hund befinden kann, ist
nicht zu unterschätzen. Was nutzt es, wenn am Verschwindeort
jede Laterne mit Plakaten bepflastert ist und der Hund 10 km weiter im
Nachbarort streunt. --> umliegende Ortschaften plakatieren
(stark frequentierte Plätze)--> an vermeintlichen
Sichtungsstellen plakatieren
Bitte notieren Sie auf der Liste die informierten Stellen / Personen
sowie die Stellen der ausgehängten Plakate, damit bei
Wiederauffinden die Plakate wieder entfernt und die Personen informiert
werden können.
Sorgen Sie dafür, dass unter der Kontakttelefonnummer immer
jemand zu erreichen ist!
Tragen Sie alle Meldungen/Sichtungen mit Namen und Telefonnummer der
Person in eine Liste und mit Uhrzeit/Datum in eine Karte
(Maßstab mid. 1:25000, besser noch 1:10000)ein.
Denken Sie daran: in der Aufregung bleiben manche Fragen offen und ein
Rückruf kann hilfreich sein.
Bitte denken Sie daran :
Je mehr Stellen informiert
werden, desto größer ist die Chance, dass Ihr Tier
schnell wieder gefunden wird. Sollte Ihr Tier noch nicht
tätowiert sein oder keinen Microchip haben, holen Sie dies
bitte so bald als möglich nach. Jeder Tierarzt wird Sie gern
beraten.
Sollten Sie Ihr Tier wieder
finden, denken Sie doch bitte auch daran, alle zu benachrichtigen.
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