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Hauptinfektionswege sind Tierkot und Flöhe, werden aber auch
beim Schnüffeln eingeatmet und finden ihren Weg über
das Fell oder die Haut. Selbst Welpen werden durch die Muttermilch
infiziert und gefährden somit die Gesundheit unserer Hunde
u.anderem durch Stoffwechselgifte. Ergebnis können
sein: Lungen und Leberentzündungen, Darmentzündungen
mit Verdauungsstörungen (Durchfall,Verstopfung, Erbrechen etc)
Hundebabys
sind extrem gefährdet und können daran sterben!
Sie haben noch keine
Abwehrkräfte aufgebaut und werden schon früh durch
ihre Mutter angesteckt. Wenn Hunde über längere Zeit
unter Würmern leiden, bleiben sie im Wachstum zurück,
magern ab und bekommen ein struppiges Fell. Durch das
geschwächte Abwehrsystem des Hundes wird er
anfälliger für Infektionen wie Staupe, Parvovirose
oder andere virale Infektionen. Daher müssen Hunde ca. 2
Wochen vor jeder Impfung entwurmt werden.
Würmer sind auch auf den Menschen übertragbar und
stellen ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Risiko dar. Durch engen
Kontakt wie z.B. im Sandkasten können versehentlich Wurmeier
oder -larven aufgenommen werden.
Beim Menschen können Würmer Erkrankungen wie Fieber,
Muskel- und Gelenkschmerzen, Leber- oder Lungenentzündungen,
Sehstörungen, Hirn- und
Rückenmarksschädigungen, epileptische
Anfälle, stark juckende Ekzeme und allergische Reaktionen
hervorrufen.
Wurmbekämpfung
Die meisten Hersteller der entsprechenden Mitteln, empfehlen Hunde bis
zur 12. Woche alle 2 Wochen zu entwurmen und dann alle 3 Monate bei
Kleintier fressenden Haustieren (Hund und Katze) bzw. alle 6
Monate bei nicht Kleintier fressenden Haustieren.
Nach erfolgter Flohbehandlung sollte auf Spul- und Bandwürmer
entwurmt werden.
Es gibt hier die verschiedensten Präparate, Pasten, Pulver
oder Tabletten - lassen sie sich von Ihren Tierarzt beraten. Info z.B.
unter www.parasitenfrei.com
oder www.parasitus.com
oder www.tierklinik.de
Sonderfall: Dirofilariose
1.
Dirofilaria
immitis (Herzwurm)
Die Herzwurmerkrankung
wird durch Dirofilaria
immitis hervorgerufen, einen durch Mückenstich
übertragenen Parasiten.
Die Erkrankung ist in den Mittelmeerländern und Amerika
verbreitet (nicht Osteuropa oder Ungarn), schon ab
der Poebene
ist mit ihr zu rechnen. Die Erkrankungssymptome
werden durch erwach-sene Würmer, die im rechten Herz und den
Lungengefässen leben, bzw. durch Thromboembolien und toxisch
allergische Reaktionen erklärt. Leistungsabfall, Husten,
Blutspucken bis hin zu Rechts-herzversagen und Bauchwassersucht
können vorkommen. Von der Infektion
mit den sogenannten Mikrofilarien bis zu Symptomen durch erwachsene
Würmer vergehen meist 6 Monate. Die Behandlung bzw. Vorbeugung
gegen Mikrofilarien
(also Jugendformen ) ist leicht und gefahrlos möglich, die
Abtötung der erwachsenen Dirofilarien ist risikoreich. Die Diagnose
erfolgt über das Blut, erwachsene Würmer und deren
Folgen kann man mittels Herzultraschall sehen. Eine Prophylaxe
ist über eine ein- bis dreimalige Gabe eines gut
verträglichen Medikamentes leicht möglich.
2.
Dirofila
repens
Auch D. repens
wird häufig in Osteuropa sowie im Mittelmeerraum per
Moskitostich verbreitet. Allerdings ist die Erkrankung nicht so
gefährlich wie die Herzwurmerkrankung, da D. repens
zumeist unter der Haut lebt. Der Befall wird durch Knoten sichtbar

Flöhe
legen täglich ca. 20-50 Eier, die in die Umgebung fallen und
sind in der Lage. Blut bis zum 20fachen des eigenen
Körpergewichtes zu saugen.
Durch diese Tätigkeit verursacht Unruhe, Juckreiz und
Allergien.
Auch der Bandwurm kann durch sie übertragen werden .
Floheier findet man auf Schlaf- und Ruheplätzen der Tiere
(Körbchen, Kissen, Decke, Teppich, Auto, Hundehütte
etc.)
Sie entwickeln sich in 2-5 Tagen zu Larven.
Die anschließende Verpuppung dauert 2-3 Wochen.
Danach schlüpft der erwachsene Floh.
Der springt dann wieder auf Tiere oder Menschen.
Vorbeugung
Tabletten, Serum, Flohhalsband oder Tropfen zur
äußeren Anwendung.
Ein Ganzjahresschutz gegen Flöhe und Zecken bietet ein Floh-
und Zeckenhalsband. Sinnvoll ist der Einsatz diese Methode Anfang/Mitte
Februar, da diese Halsbänder 2-4 Wochen Vorlauf
benötigen und im März die ersten Zecken
beißen. Auch wenn hier einzelne Produkte versprechen bis zu
acht Monate wirksam zu sein, sollte man Ende Juni/Anfang Juli das
Halsband wechseln, um sicher zu stellen, dass auch wirklich der ganze
Hund vom Halsband geschützt wird.
Was tun bei Flohbefall?
Die Strategie der Vorgehensweise sollte man am besten mit dem Tierarzt
absprechen. Die Palette der Möglichkeiten reicht von
Flohbädern, bis zur Begasung von Räumen und auch der
Einsatz von Insektiziden kann notwendig sein.

Die
Hauptsaison geht von April bis Oktober.
Auf Halmen und Zweigen lauem die nur ca. 3-3 mm großen Zecken
auf vorbeistreifende Hunde und Katzen. Nur dort, wo das Blut
dicht unter der Oberfläche pulst, lassen sie sich
häuslich nieder. Doch damit nicht genug. Einmal in der Haut
festgebissen, bleiben sie Ihrem Wirt mit Hilfe ihrer Widerhaken und des
Zeckenkitts auch noch tagelang erhalten.
Zecken als Krankheitsüberträger: Borreliose und
Frühsommer-Meningo-encephalitis.
Schon der Biss einer einzigen Zecke genügt, um Hund und Mensch
mit schweren virus- und bakteriell bedingten Krankheiten zu infizieren.
Erkrankungen, die nicht nur durch ihre sofort auftretenden Beschwerden
(Fieber, Teilnahmslosigkeit, körperliche Schwäche),
sondern vor allem durch ihre Langzeitfolgen wie Lähmungen und
Gelenkentzündungen eine extreme Gefährdung
darstellen.
Hier sind in erster Linie Kombinationspräparate zu empfehlen,
die sowohl vor Zecken als auch vor Flöhen schützen.
Empfehlenswert ist hier eine Beratung mit dem Tierarzt, der auch
über die regionale Verseuchung der Zecken mit Viren und
Bakterien informiert ist.
Impfungen gegen Borreliose
Seit 1999 ist es auch möglich den Hund gegen Borreliose zu
impfen. Ob es sinnvoll ist, kann man pauschal nicht sagen - es gibt
sogar Meinungen, die sagen, dass sie schädlich ist, weil Hunde
davon epeleptische Anfälle und allergische
Reaktionen bekommen sollen. Wichtig ist hier zu wissen, wie
stark die Zecken regional verseucht sind. Außerdem ist zu
bedenken, dass die Impfung relativ teuer ist und man die Borreliose bei
Hunden sehr gut behandeln kann. Das Hauptproblem bei der Borreliose ist
das rechtzeitige Erkennen der Krankheit, bevor die Gelenke irreparabel
geschädigt sind. Die Borrelien können sich bis zu 2
Jahre nach der Infizierung im Körper des Hundes versteckt
halten und erst dann zuschlagen, wenn die Abwehrkräfte des
Hundes durch ein anderes Ereignis zusätzlich
geschwächt wird.
Barbesiose
- Hundemalaria - auch
in Deutschland auf dem Vormarsch
Babesien werden von bestimmten Zeckenarten
übertragen. Die Einzeller befallen die roten
Blutkörperchen, in denen sie sich vermehren. Da sie dabei die
Blutzellen zerstören, ist eine Blutarmut die Folge. Die
Verabreichung von bestimmten Medikamenten vor dem Besuch von
Endemiegebieten sowie Zeckenprophylaxe bieten Schutz. Bei
einer Babesiose, auch Piroplasmose genannt, entwickelt der Hund hohes
Fieber, gleichzeitig ist er matt und appetitlos. Aufgrund des
erhöhten Verfalls der roten Blutkörperchen ist der
Urin häufig dunkel gefärbt. Gleichzeitig zeigen sich
Bewegungsstörungen bis hin zu Lähmungen. Weitere
Beschwerden sind Atemnot sowie Entzündungen von Maul oder
Augen.
Unbehandelt
stirbt der Hund innerhalb weniger Tage!
Die Babesiose, eine gefährliche malariaähnliche
Hundekrankheit, breitet sich über ganz Deutschland aus. Diese
Krankheit, die hierzulande von Auwaldzecken (Dermacentor rhiphicephalus)übertragen
wird, war bereits in den Isarauen bei München, in
der Regensburger Gegend, am Oberrhein, im Saarland und Rheinland-Pfalz
festgestellt worden. Nun sind auch die Auwaldzecken in den Elbauen und
Berlin-Brandenburg mit den Erregern der Babesiose infiziert. Die ersten
Hunde erkrankten bereits an Babesiose. Damit kann man nicht mehr
ausschließen, dass sich diese Zeckenart mit ihren
gefährlichen Erregern über ganz Deutschland
ausbreitet.
Verglichen mit den von unserer heimischen Zecke, dem Holzbock,
übertragenen Erregern, wie den FSME-Viren und Borrelien, sind
die durch Auwaldzecken übertragenen Babesien für den
Hund viel gefährlicher. Bei der
„Hundemalaria“, der Babesiose, werden
ähnlich wie bei der menschlichen Malaria, die roten
Blutkörperchen durch Parasiten zerstört. Die
Krankheit beginnt etwa eine Woche nach Zeckenstich mit hohem Fieber und
wird nicht immer rechtzeitig als Babesiose erkannt und behandelt.
Gelbsucht und Blutarmut sind die Folge. In diesen Fällen, so
sagt Professor Dr. Eberhard Schein, Parasitologe an der Freien
Universität Berlin, sterben die Hunde in der Regel nach etwa
zehn Tagen. Hinzu kommt, dass es in Deutschland keine Medikamente gegen
die Babesiose gibt. Die Tierärzte müssen sich die
Arznei über eine internationale Apotheke besorgen. Bis das
Medikament dann zur Verfügung steht, kann es, so Professor
Schein, für den Hund oft zu spät sein.
Erlichiose
Ehrlichien werden von Zecken übertragen.
Nach der Infektion siedeln sich die Erreger in den Blutzellen an. Wer
seinen Hund schützen will, ist mit einer Zeckenprophylaxe gut
beraten.
Die Ehrlichiose tritt in zwei Phasen auf. Zunächst verursacht
die Erkrankung hohes Fieber, die Hunde fühlen sich matt und
sind appetitlos. Im Gegensatz dazu treten in der zweiten Phase keine
Beschwerden auf. Diese symptomfreie Zeit kann oft mehrere Jahre
andauern. Erst wenn das Immunsystem schwächer wird, treten
erneut Krankheitszeichen auf: Der Hund verliert stark an Gewicht und
entwickelt möglicherweise Gangstörungen,
da es zu Einblutungen in die Gelenke kommt. Ebenso treten Blutungen der
Haut und Schleimhaut auf.
Ob sich Vierbeiner während im Ausland oder bereits in
Deutschland infiziert haben, ist oft schwer zu sagen. Die
Beschwerden sind häufig sehr unspezifisch und treten oft erst
nach Wochen oder Jahren auf. Sicher gehen, kann man nur durch eine
Blutuntersuchung, um mögliche Infektionen
auszuschließen.

Kokzidien
(einzellige Krankheitserreger)
führen bei starkem
Befall zu einem mit üblichen Mitteln kaum
bekämpfbaren Durchfall. Besonders jüngere
Hunde sind betroffen und können daran sterben.
Erwachsene Tiere bilden nach leichten Infektionen manchmal sogar eine
Immunität aus. Nach entsprechendem Nachweis über eine
Kotuntersuchung verordnet der Tierarzt ein stärkeres
Medikament. Eine regelmäßige Nachuntersuchung des
Stuhls ist notwendig, um chronischen Verläufen der Erkrankung
vorzubeugen.
Die Kokzidiose ist weltweit verbreitet. Der Erreger parasitiert in
einer Vielzahl von Tierarten wie beispielsweise Säugetieren
(Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten etc.), Vögeln
und Reptilien. Die Erreger sind jedoch recht artspezifisch, so dass
beispielsweise von einer Kokzidiose des Kaninchens oder Hundes keine
Gefahr für den Menschen ausgeht ! (Es gibt jedoch auch
spezialisierte Kokzidien, die den Menschen befallen!). Da diese
Parasiten in großer Vielzahl vorkommen und sehr
unterschiedliche Lebenszyklen aufweisen. Leichte Infektionen verlaufen
symptomlos. Nach massiver Ansteckung erkranken vor allem Jungtiere. Bei
den Fleischfressern (Hund und Katze) wird überwiegend der Darm
(sowohl Dünndarm als auch Dickdarm) parasitiert. Der
Kot wird dünnbreiig oder wässrig, selten
blutig. Fieber und Appetitlosigkeit mit Abmagerung des Tieses und
Todesfolge sind möglich. Die Erstinfektion
hinterlässt im allgemeinen eine gute Immunität, die
sogar die Ausscheidung der Eier (Oozysten) verhindern kann. Bei Tieren,
für die die Kokzidie nicht spezifisch ist, werden Dormozoiten
gebildet, eine Art Schlafkapsel der Kokzidie, die in einem
"Dornröschenschlaf" liegt, bis das Fleisch des Wirtstieres vom
einem passenden Wirt gefressen wird. Durch die Vielzahl der Erreger
gibt es auch eine fast unerschöpfliche Kette von
Infektionsmechanismen.
Giardien
(einzellige Krankheitserreger)
Giardien (Giardia)
sind eine Gattung
von mikroskopisch kleinen Dünndarm-Parasiten.
Sie werden, ähnlich wie Kokzidien,
traditionell zu den Protozoen
gezählt, d. h. es sind heterotrophe
(„tierische“) Einzeller.
Sie kommen weltweit bei einer Vielzahl von Säugetieren,
aber auch bei Amphibien,
Reptilien
und Vögeln vor. Ein weit verbreiteter Vertreter der Giardien
ist Giardia intestinalis,
auch Giardia
lamblia, Giardia duodenalis
oder Lamblia
intestinalis genannt. Sie sind wirtstreu -
befallen also entweder Hund, oder Katzen oder Menschen, sind nicht
übertragbar auf eine andere Gattung.
Viele
Menschen und Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne sich krank zu
fühlen. Trotzdem scheiden sie den Parasiten mit ihrem Stuhl
aus. Andere befallene Individuen leiden an Übelkeit,
Bauchschmerzen
und Durchfall. Beim Menschen wird eine Infektion mit Giardien meist mit
einer Reise in tropische Regionen oder Abenteuerreisen in die freie
Natur erklärt. Tatsächlich sind die hygienischen
Bedingungen in diesen Gebieten oder „Camps“ oft
ungenügend, so dass eine Ansteckung durch Wasser oder
Nahrungsmittel leicht möglich ist. (Wir kennen diese Krankheit
unter 'Allahs Fluch' zum Beispiel aus dem Ägyptenurlaub)
Natürlich
können Durchfälle
und Magen- Darmentzündungen
auch durch verdorbenes
oder zu kaltes
Futter, Giftstoffe etc. verursacht sein.
Wenn Sie also binnen zwei Tagen mit herkömmlichen
Durchfallmitteln keinen Erfolg erzielen, bleibt nur der Gang zum
Tierarzt. Sie haben einige der möglichen Ursachen kennen
gelernt. Es gibt noch sehr viele mehr. Bei der Behandlung durch den
Tierarzt werden Ihre genauen Beobachtungen des Hundes immer von
großem Nutzen sein. Eine Kotprobe können Sie
außerdem vorsorglich mitnehmen.
Heftigste,
stinkende und mit Blut
vermischte Durchfälle sowie
Schwächeanfälle und Erbrechen dulden keinen Aufschub
der tierärztlichen Behandlung. Hier geht es
möglicherweise um lebensgefährliche Infektionen, bei
denen jede Minute zählt.
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